Autoterm Air 2D DIY Einbau im Camper
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Autoterm Air 2D Einbau – Schritt für Schritt zur zuverlässigen Diesel-Standheizung
Eine leistungsstarke Standheizung gehört für viele Camper zur Grundausstattung. Sie sorgt nicht nur an kalten Herbst- und Wintertagen für angenehme Temperaturen, sondern erhöht auch den Komfort beim Freistehen erheblich. Die Autoterm Air 2D zählt dabei zu den beliebtesten Diesel-Luftheizungen für Wohnmobile, Campervans und Kastenwagen. Sie überzeugt durch einen geringen Kraftstoffverbrauch, eine zuverlässige Technik und vergleichsweise einfache Installation. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich der Autoterm Air 2D Einbau auch von technisch versierten Selbstausbauern durchführen. Entscheidend ist jedoch eine sorgfältige Planung, denn sowohl die Position der Heizung als auch die Verlegung der Kraftstoff-, Abgas- und Warmluftleitungen beeinflussen die spätere Funktion erheblich. In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, worauf es beim Einbau ankommt, welches Werkzeug benötigt wird und welche typischen Fehler sich vermeiden lassen.
Ist die Autoterm Air 2D das richtige für mich?
Für 95% der Wohnmobile und Campervans unter 8 Metern sind 2KW völlig ausreichend!
Sollte dein Fahrzeug größer sein kann es sinnvoll sein die größere Air 4D zu nehmen, für alles andere ist die Air 2D perfekt, versprochen!
Planung des Einbaus
Bevor das erste Werkzeug zum Einsatz kommt, sollte der gesamte Einbau sorgfältig geplant werden. Eine gute Vorbereitung spart später Zeit und verhindert unnötige Nacharbeiten.
Folgende Fragen sollten bereits vor dem Bohren geklärt werden:
Wo befindet sich ausreichend Platz für die Heizung?
Wie verlaufen Warmluft- und Ansaugleitungen?
Wo können Abgasrohr und Verbrennungsluftleitung sicher nach außen geführt werden?
Wie erfolgt die Kraftstoffversorgung?
Wo wird das Bedienteil montiert?
Wie wird die Stromversorgung abgesichert?
Eine Skizze des geplanten Einbaus hilft dabei, alle Komponenten sinnvoll anzuordnen.
Der ideale Einbauort
Die Wahl des richtigen Montageortes entscheidet maßgeblich über Heizleistung, Lautstärke und Wartungsfreundlichkeit.
Typische Einbauorte sind:
Unter dem Beifahrersitz
Viele Kastenwagen bieten hier ausreichend Platz. Gleichzeitig bleiben die Leitungswege kurz.
Vorteile:
zentrale Position
gute Wärmeverteilung
einfacher Anschluss an Bordelektrik
Unter einer Sitzbank
Besonders beliebt bei ausgebauten Campingbussen.
Vorteile:
unsichtbare Installation
einfacher Zugang
kurze Warmluftwege
Im Doppelboden
Größere Wohnmobile verfügen häufig über einen Doppelboden.
Hier lassen sich sämtliche Leitungen sauber verlegen und die Heizung ist gut gegen Beschädigungen geschützt.
Montage Einbauflansch
Nachdem du für dich den richtigen Montageort herausgefunden hast, geht es an den Ausschnitt für den Einbauflansch.
Mit einer 120mm Lochsäge wird ein rundes Loch in den Boden gesägt und der Ausschnitt entsprechend mit Rostschutz behandelt. Wir empfehlen die Heizung auf der Werkbank vor zu montieren und diese erst dann mit allen Schläuchen, Rohren und Leitungen in Position zu bringen. Der Einbauflansch wird zum Schluss von unten mit Karosseriekleber abgedichtet.

Montage Auspuff & Verbrennungsluft
Das Rohr sollte vom Heizgerät zum Auslass leicht nach unten verlaufen, damit Kondenswasser ablaufen kann und sich keine Wassersäcke oder Schleifen im Rohr bilden.
Das flexible Abgasrohr sollte maximal 2 m lang sein.
Möglichst kurz und mit wenigen engen Biegungen verlegen.
Das Abgasrohr kann im Betrieb bis zu 500 °C heiß werden.
Ausreichend Abstand zu Kraftstoffleitungen, Kabeln, Kunststoffteilen und anderen hitzeempfindlichen Bauteilen einhalten oder Hitzeschutz verwenden.
Den Schalldämpfer mit den mitgelieferten Schellen befestigen.
Er sollte fest montiert sein und nicht frei schwingen.
Die Öffnung sollte nach unten zeigen.
Das Ende so platzieren, dass weder Schnee noch Schmutz das Rohr verschließen können und keine Abgase unter das Fahrzeug oder in den Innenraum gelangen.
Ansaug- und Abgasöffnung so anordnen, dass die Heizung keine eigenen Abgase wieder ansaugt.

Montage der Dieselpumpe
Einbauwinkel der Pumpe ist entscheidend!
Die Pumpe nicht waagerecht montieren, sie muss leicht schräg mit dem Ausgang nach oben eingebaut werden (ca. 15–35°, allgemein zwischen etwa 10 und 45° zulässig).
Dadurch können Luftblasen entweichen und die Pumpe arbeitet zuverlässig.
Position zur Heizung und zum Tank beachten!
Die Pumpe möglichst nah am Dieseltank montieren.
Der Abstand Tank → Pumpe sollte maximal 1 m betragen.
Der Abstand Pumpe → Heizung sollte maximal 1,5 m betragen.
Die Pumpe sollte unterhalb des Kraftstoffniveaus im Tank montiert werden, damit sie leichter ansaugt.
Gleichzeitig soll sie nicht mehr als 70 cm unter dem minimalen Kraftstoffstand liegen.
Auf eine sichere Befestigung achten!
Die Pumpe mit der mitgelieferten Gummihalterung befestigen.
Sie darf nicht am Fahrzeugrahmen anliegen, da sonst das typische Klackern stark auf die Karosserie übertragen wird.
Kraftstoffleitung richtig verlegen!
Nur dieselbeständige Leitung verwenden.
Leitungen knickfrei verlegen und mit den mitgelieferten Schellen sichern.
Darauf achten, dass keine Luft gezogen werden kann.
Zum Schluss mit dem mitgelieferten Kabel verbinden, Überschuss einkürzen oder aufrollen.
Kraftstoffentnahme im Tank
Bei einigen älteren Fahrzeugen kann die Kraftstoffentnahme aus der Vor- oder Rücklaufleitung mittels T-Stück erfolgen, wir konzentrieren uns aber auf die Entnahme direkt aus dem Tank mittels beiliegendem Tankentnehmer. Dazu muss der Tank ausgebaut, zumindest aber abgesenkt werden damit die Tankarmatur ( Tankpumpe )entnommen werden kann.
An einer freien Stelle wird ein Loch in die Armatur gebohrt und der Tankentnehmer eingebaut. Es ist drauf zu achten dass der Entnehmer auf die passende länge gekürzt wird und bis knapp auf den Tankboden reicht. Es ist wichtig zu wissen wo der Tankschwimmer sitzt um diesen nicht zu behindern, ansonsten wird der Kraftstoffstand nicht korrekt angeigt.

Verkabelung & Bedienteil
Nachdem unter dem Fahrzeug alles geregelt ist widmen wir uns der Verkabelung im Fahrzeug. Zunächst wird der Hauptkabelbaum zur Aufbaubatterie verlegt und direkt auf Plus & Minus angeschlossen, der Überschuss kann aufgerollt oder abgeschnitten werden.
Es empfiehlt sich den Sicherungshalter gut zugängig neben der Batterie oder im Bereich aller anderen Sicherungen zu platzieren um diese später dann gut kontrollieren bzw. austauschen zu können.
Das Kabel für das Bedienteil ist 1,5m lang und somit hat man nicht sehr viel Spielraum, wenn man das Bedienteil weiter weg legen möchte gibt es entsprechende Plug&Play Verlängerungen. Im allgemeinen empfehlen wir den Einbauort so zu wählen dass es Zentral gelegen ist und dort sitzt wo auch die Wunschtemperatur anliegen soll.
Das Comfortcontrol Bedienteil hat einen Temperatursensor verbaut und dort wird auch die Wunschtemperatur gemessen und geregelt. Es macht von daher keinen Sinn das Bedienteil ganz vorne oder ganz hinten im Fahrzeug an zu bringen.

Warmluftverteilung im Camper
Oft ist weniger einfach mehr! Auch in diesem Fall empfehlen wir die Warmluftverteilung nicht all zu komplex zu gestalten, die Warme Luft findet Ihren Weg von ganz allein.
Um keinen Hitzestau zu erzeugen oder die Lautstärke nicht unnötig zu erhöhen gibt es ein paar Grundregeln:
Verwende möglichst kurze und gerade Warmluftschläuche.
Vermeide enge 90°-Bögen; lieber zwei 45°-Bögen oder große Radien.
Isoliere lange Warmluftleitungen, besonders wenn sie durch kalte Bereiche führen.
Der Warmluftauslass sollte nicht direkt auf Temperaturfühler oder Ansaugöffnung blasen.
Die Ansaugung der Umluft sollte möglichst aus dem Wohnraum erfolgen, nicht aus kalten Stauräumen.
Wir empfehlen 1-2 Ausströmer im Fahrzeug zu verteilen, das ist völlig ausreichend.
Oft ist aber auch nur ein Ausströmer möglich, wenn die Heizung z.B unter dem Sitz verbaut wird.

Erledigt!
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